
Bisher haben wir nur den Schweredruck von Flüssigkeiten berechnet. Dabei gingen wir davon aus, daß die Dichte von Flüssigkeiten als konstant angenommen werden kann. Diese Annahme ist allerdings für große Tiefen falsch. Begründet hatten wir diese Einschränkung damit, daß Flüssigkeiten praktisch inkompressibel sind. Wie wir gesehen haben, sind Gase jedoch nicht inkompressibel. Wir müssen deshalb die Dichte in Gasen als nicht konstant ansehen. Für den Schweredruck der Luft unserer Erde folgt daraus, daß höhere Luftschichten die unteren zusammen drücken. Die Luftdicht ist deshalb eine Funktion der Höhe.
Betrachten wir nun eine unendlich dünne Luftschicht der Höhe dh In dieser unendlich dünnen Schicht können wir die Dichte als konstant voraussetzen. Bei konstanter Dichte r ändert sich der Druck dp wie bei Flüssigkeiten:
Daraus folgt für die Höhe
Ferner gehen wir davon aus, daß die Temperatur in allen Luftschichten konstant sein soll. Diese Annahme ist für große Höhen, wie wir bereits wissen, falsch. Auch die Masse des Gases soll als konstant angenommen werden. Aus dem Boyleschen Gesetz wissen, wir , daß
Mit
folgt
und mit konstanter Masse m
p0 und r 0 bezeichnen dabei z.B. Dichte und Druck der Luft an der Erdoberfläche.
Damit folgt für die Dicke der Luftschicht dh
Û h = -
Die Barometrische Höhenformel gibt den Luftdruck in Abhängigkeit von der Höhe an.
p(h) = p0 exp |
Diese Abbildung zeigt den Verlauf des Schweredrucks in Wasser und in Luft. Man sieht, daß im Wasser das Volumen als konstant angenommen wird.