

1) Der Holzklotz auf einer Ebene widersetzt sich der Beschleunigung durch eine Kraft Bei anderen Reibungen weicht vorallem Punkt 3 von der Coulomb-Reibung ab. Im freien Fall beispielsweise fällt ein Körper nach anfänglich ungebremster Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit. Die Reibung zwischen geölten Flächen erfolgt nach einem v1/2 - Gesetz.
Aus den Punkten 1) - 4) kann ein empirisches Reibungsgesetz aufgestellt werden.Merke: Das empirische Reibungsgesetz für die Coulomb-Reibung lautet:
FR = m FN
Es ist jedoch nur in den aufgezeigten begrenzten Bereichen gültig.
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Bei diesem Versuch verwenden wir wieder denselben Aufbau wie zuvor. Diesmal achten wir jedoch auf den genauen Ausschlag der Federwaage. Zunächst befinde sich der Klotz in Ruhe, der Faden sei gespannt aber es wirke noch keine Kraft. Jetzt wird langsam an dem Faden gezogen. Zunächst bleibt der Körper liegen, während wir die Kraft linear erhöhen. Plötzlich reicht die Kraft aus, die Haftreibung zu überwinden und der Klotz bewegt sich. Gleichzeitig schnellt die Federwaage ein gutes Stück zurück und zeigt einen geringeren Ausschlag als kurz vor dem 'Anfahren'.
Dieser Versuch zeigt, daß es verschiedene Reibungskoeffizienten geben muß zwischen zwei Körpern, abhängig vom Bewegungszustand. In der Tat ist die Reibung, die zwischen ruhenden Körpern wirkt, die sogenannte Haftreibung, größer als die Reibung zwischen bewegten Körpern, die Gleitreibung.
Das oben aufgestellte Gesetz muß nun modifiziert werden je nach Bewegungszustand.
Merke: Das empirische Reibungsgesetz für die Coulomb-Reibung zwischen zwei ruhenden Körpern lautet: FR = m H FN.
Das empirische Reibungsgesetz für die Coulomb-Reibung zwischen zwei bewegten Körpern lautet: FR = m G FN. |
Notation VI.1: Die Reibungskoeffizienten werden je nach Bewegungszustand mit einem Index versehen:
Haftreibungskoeffizient m H
Gleitreibungskoeffizient m G
Rollreibungskoeffizient m R. |
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Typische Werte |
m H |
m G |
m R in cm |
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Stahl auf Holz Stahl auf Stahl Stahl auf Stahl mit Ölfilm Stahl auf Eis Alu auf Alu Autoreifen auf trockener Straße Autoreifen auf nasser Straße |
0,5 0,15 0,08 0.027 1,1 1,2 0,6 |
0,8 - 0,5 0,05 - 0,1 0,06 0.014 1,8 - 1,0 1,05 0,4 |
10-4
0,7
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Merke: Für die Rollreibung gilt FR = |
Merke: Die vektorielle Schreibweise für Gleitreibung lautet
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Diese Situation wollen wir mit einem anderen Versuchsaufbau zeigen: Eine Masse M hängt an einem glatten Metallstab, der mit dem Boden einen Neigungswinkel a bildet. Der Winkel sei so gewählt, daß das Gewicht grade noch im Stillstand bleibt. Dann ist die Haftreibung größer als die Hangabtriebskraft