
Die Erfahrung zeigt uns, daß Körper mit einer schweren Masse sich einer Beschleunigung widersetzen. Ein bekanntes Beispiel ist ein Körper, der plötzlich losgelassen wird und einen freien Fall ausführt. In abgemilderter Version erlebt man diese Trägheit z.B. auf schnellen Achterbahnen oder in Fahrstühlen.
Auch bekannt ist die Tatsache, daß Körper mit größerer Masse schwerer zu beschleunigen sind als leichtere, hier sei als Beispiel nur die Erfahrung genannt, mit einem überladenen Auto anzufahren oder zu bremsen.
Versuch III.2: Kordel reißt
Diese Eigenschaft von Körpern wollen wir im nächsten Experiment zeigen. Hierzu wird eine Kugel mit großer Masse an einen dünnen Faden gehängt. Am unteren Ende der Kugel befestigen wir eine dickere Schnur mit Griff. Zunächst wird langsam am Griff gezogen. Über die Schnur wird die Kugel langsam beschleunigt. Der obere Faden wird gespannt, bis er schließlich reißt. Ein neuer Faden wird eingefügt und nun wird ruckartig, also möglichst schnell, am Griff gezogen. Die große Beschleunigung wird über die Schnur auf die Kugel übertragen. Aufgrund ihrer Trägheit, widersetzt die Kugel sich der Beschleunigung und folgt der Bewegung nicht. Jetzt muß die untere Schnur die Beschleunigung auffangen, sie reißt.
Notation III.3: Wir nennen die Eigenschaft eines Körpers, aufgrund deren er sich der Beschleunigung widerstetzt, seine träge Masse mt . |