
Translation Rotation
Impuls
Ü
Drehimpuls
Geschwindigkeit
Ü
Winkelgeschwindigkeit
Beschleunigung
Ü
;Winkelbeschleunigung
Kraft
Ü
Drehmoment
Masse m Ü 
Um das Grundgesetz der Mechanik übertragen zu können, fehlt uns nur noch ein Analogon zur Masse. Diese Übertragung der Masse wird Trägheitsmoment genannt. Wie kann man aus dem bisher bekannten eine mathematische Beschreibung des Trägheitsmomentes entwickeln?
Betrachten wir wieder ein einfaches Beispiel:
Ein einfacher Fall eines rotierenden starren Körpers ist eine rotierende Platte, deren Ebene senkrecht zur Rotationsachse ist. Die Platte bestehe aus diskreten Massenpunkten mi, die starr miteinander verbunden sind. Dann ergibt sich für die Rotationsenergie ER, also die kinetische Energie der Massepunkte mi:
Für eine Masse mi
für alle N Massen folgt
In einem starren Körper haben alle Massepunkte dieselbe Winkelgeschwindigkeit .
Also gilt mit
mit w = const.
Vergleichen wir diese Formel mit der Ausgangsformel für die kinetische Energie:
Die bereits bekannte Analogie
Ü
zeigt, daß die Ausdrücke identisch sind, wenn
Nun kann man das Trägheitsmoment definieren:
Definition VI.2: Das Trägheitsmoment eines starren Körpers mit diskreter Massenverteilung bezüglich einer zur Ebenen senkrechten Drehachse wird definiert als |
Man hätte auch argumentieren können, daß
eine rein geometrische Größe ist, eine Eigenschaft starrer Körper. Dann definiert man eine Abkürzung
.
Die Rotationsenergie berechnet sich damit als
Rotationsenergie
analog zur Translationsenergie
Merke: Die Rotationsenergie berechnet sich als |
Diese Formel gilt für alle Körper, solange
senkrecht auf der Drehachse steht.
Mit dieser Definition kann man nun alle Größen von der Translation auf die Rotation übertragen.
Nun fehlt nur noch der Übertrag dieses Ergebnisses auf kontinuierliche Massenverteilung, also die Summation über infinitisimale Massestücke.
Dementsprechend gilt bei Übergang zur Integration mit dem Abstand r von der Drehachse:
mit der Dichte
Iz ist das Trägheitsmoment in Bezug auf die Drehachse z.
Definition VI.3: Das Trägheitsmoment eines starren Körpers mit kontinuierlicher Massenverteilung bezüglich einer zur Ebenen senkrechten Drehachse z wird definiert als |
Damit läßt sich das Grundgesetz der Mechanik auch auf die Rotation übertragen. Dazu sollen die Größen Drehimpuls und Drehmoment mit den Variablen Winkelgeschwindigkeit, Winkelbeschleunigung und Trägheitsmoment geschrieben werden. Zunächst berechnen wir den Drehimpuls:
mit pi = mi vi
und mit ri ^ vi
mit
= Einheitsvektor in Richtung ![]()
mit
falls
auf der Drehachse steht, wie in unserem Beispiel angenommen wurde.
Damit gilt für den Gesamtdrehimpuls
Merke: Der Drehimpuls läßt sich analog zum Impuls |
Eine analoge Berechnung zeigt, daß aus dem Drehmoment ![]()
mit
und
mit
Merke: Das Drehmoment läßt sich analog zur Kraft |