CreativeLive! Soundfonts





Der Midi Player selbst erzeugt keine Töne. Er gibt nur das Kommando an die Soundkarte oder den Software - Synthesizer weiter, welcher Ton mit welcher Frequenz, Lautstärke, Dauer, und von welchem Instrument gespielt werden soll. Das Audio - Signal selbst ist auf einem Wavetable Chip gespeichert, von wo es auf den Ausgang gegeben wird. Etwas anders funktioniert es bei der CreativeLive und einigen anderen Soundkarten. Die Wavetables werden in Form von Software - Files (die sogenannten Soundfonts) in den RAM Speicher geschrieben. Der Benutzer kann seine speziellen Soundfonts laden, Soundfonts editieren und, falls man die zugehörige Software hat, eigene Soundfonts herstellen. Wenn Sie die CreativeLive Software richtig installiert haben, sollte auf Ihrem Desktop das folgend aufklappbare Fenster sein:


Klicken Sie auf AudioHQ und dann auf Soundfonts. Am besten öffnen Sie auch schon mal das Fenster mit dem Namen Keyboard. Das Fenster zeigt die Soundfonts an, die momentan im RAM Speicher geladen sind.



Sie können diese Files unbedenklich löschen oder laden, die Fonts werden nur im Speicher gelöscht oder geladen, nicht auf der Festplatte. Den maximalen Speicherplatz für die Fonts geben Sie im Window Optionen mit Hilfe des Schiebers ein:


Mein Rechner hat 128 MB Ram Speicher, 16 MB davon habe ich für die Soundfonts zur Verfügung gestellt. Insgesamt kennt das Midi Format 128 Instrumente. Ob alle Instrumente in Ihrer Soundbank enthalten sind, sehen Sie im Fenster Instrumente:


Falls Ihnen der Klang eines der Instrumente nicht gefällt, können Sie mehrere Files laden. Falls im Namen des Files irgendwo die Buchstaben '..gm..' enthalten sind, handelt es sich im allgemeinen um ein General Midi File, auf dem alle 128 Instrumente enthalten sind. Files mit einzelnen Instrumenten werden oft durch Angabe des Namens des Instrumentes oder der Instrumenten- Gruppe gekennzeichnet. Im folgenden Beispiel habe ich das Piano mit dem Midi- Code 000 und das Cello mit dem Midi- Code 042 geändert.


Im Fenster Instrument sehen Sie jetzt, welches Instrument von welcher Soundbank genommen wird. Es wird auf der linken Seite durch einen Pfeil markiert.


Mit dem Keyboard können Sie sich jetzt den Sound der von Ihnen ausgewählten Instrumente anhören. Weitere Details zur Installation von Soundfonts finden Sie in den Hilfe- Dateien. Sie finden im Internet Hunderte von solchen Soundfont- Files. Qualitativ hochwertige kosten Geld, die gibt es nicht umsonst. Allerdings haben alle diese Produkte erhebliche Schwächen bei den Solostreichern (Violine, Viola, Cello). Die von mir benutzte Soundbank ist im wesentlichen die chaos8m.sf2 Bank vom koreanischen Chaos- Club mit geringfügigen Änderungen bei den Streichen, Flöte, Oboe und insbesondere beim Piano. Das Editieren der Soundfonts können Sie mit dem Freeware Programm Vienna durchführen. Es erfordert allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit.



Soundbanks zum Download:
Chaos2m.sf2      Chaos8m.sf2      Chaos12m.sf2
Diese drei General Midi Banks sind die besten, die ich im Internet gefunden habe, hergestellt vom koreanischen Chaos Club. Die Zahl gibt die Grösse in MB an. Bei der Chaos2m- Bank ist für meinen Geschmack das Vibrato der Streicher zu übertrieben, bei der Chaos12m- Bank hat das Cello störende Nebengeräsche. Bei der Chaos8m- Bank gibt es nicht viel auszusetzen, die Streicher haben ein angenehmes Vibrato, das Klavier klingt zwar etwas hart, erinnert aber an einen Yamaha- Flügel. Das beste an diesen Soundfonts ist allerdings, dass die Lautstärke der verschiedenen Instrumente untereinander sehr ausgewogen ist. Bei anderen Soundfonts hören Sie bei Klaviertrios ausser dem Klavier sonst nichts mehr. Daher ist diese Chaos- Bank für mich insgesamt die erste Wahl.

Aus den Chaos8m - Banks habe ich mir meine eigene kleine Soundfont- Datei HarfeFont für Solo- Streicher (Violine, Viola, Cello, Pizzikato - Strings), Holzbläser (Flöte, Oboe, Klarinette), Cembalo und Klavier zusammengestellt. Diese Mini- Bank ist nur 0,6 MB gross, wird dauernd von mir verändert und verbessert und ist meiner Meinung nach das Beste, was es für klassische Kammermusik auf dem Markt gibt. In diesem Zusammenhang möchte ich noch meine eigenen Erfahrungen mitteilen: die Grösse einer Soundbank in MB sagt so gut wie nichts über die Qualität dieser Soundfonts aus.